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Newsletter #24  Hinter den Kulissen des DTP-Studios

Die häufigsten Fehler bei der Druckdatenaufbereitung – und wie man sie vermeidet

Im vorherigen Beitrag haben wir gezeigt, warum die „Technische Spezifikation für die Druckvorbereitung“ ein so wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit ist. Sie ist keine Sammlung von Einschränkungen, sondern ein praktischer Leitfaden, der hilft, Fehler zu vermeiden, Projekte zu beschleunigen und das bestmögliche Ergebnis im Offsetdruck zu erzielen. 

Eine korrekt vorbereitete Datei bedeutet weniger Korrekturen, höhere Produktionssicherheit und die Gewissheit, dass das Endprodukt genauso aussieht wie geplant. Da selbst kleine Details das Endergebnis beeinflussen können, lohnt es sich zu wissen, welche Fehler am häufigsten auftreten. 

Bitmap-Auflösung und Druckqualität 

Grafiken aus dem Internet sehen auf dem Bildschirm oft gut aus, wirken nach dem Druck jedoch unscharf oder pixelig. Das liegt daran, dass Druckmaterialien eine geeignete Auflösung benötigen. Die optimale Bitmap-Auflösung beträgt 300 dpi (minimal akzeptabel: 260 dpi) im Maßstab 1:1. Zu hohe Auflösungen sind im Offsetdruck ebenfalls nicht empfehlenswert. Je besser die Qualität der Ausgangsdatei, desto besser das Endergebnis auf Verpackungen oder Beipackzetteln. 

Farbprofile und Unterschiede zwischen RGB und CMYK 

Farben auf dem Monitor können sich von den im Druck erzielten Farben unterscheiden. Das liegt an unterschiedlichen Farbräumen. Bildschirme arbeiten im RGB-Modus, während der Offsetdruck CMYK verwendet. Wenn ein Projekt nicht korrekt für den Offsetdruck vorbereitet wird, können Farben oder Tonwertverläufe nach dem Druck anders aussehen als erwartet. Deshalb ist die Verwendung der richtigen Farbmodi und Farbprofile bereits in der Designphase so wichtig. Unser Druckprozess ist gemäß ISO 12647-2 (Fogra 39 / ISO Coated v2) kalibriert. 

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Visuelle Kontrolle und der CMYK-Referenzstandard 

Jedes Projekt sollte nicht nur technisch, sondern auch visuell überprüft werden. Kleine Kontrastunterschiede, zu dunkle Übergänge oder schlecht sichtbare Elemente können nach dem Druck problematisch werden. Im Offsetdruck sollte der CMYK-Proof der Referenzpunkt sein – nicht das Bild auf dem Computerbildschirm. 

Fehlende Schriftarten in Dateien 

Ein häufiges Problem sind fehlende oder nicht eingebettete Schriftarten. In solchen Fällen kann es zu einem automatischen Austausch der Schriftart kommen, was Layoutänderungen, Verschiebungen oder Satzfehler verursacht. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, Texte in Pfade umzuwandeln oder Schriftarten korrekt in PDF-Dateien einzubetten. 

Zu feine Linien und kleine Elemente 

Bei Druckprojekten müssen Mindestlinienstärken berücksichtigt werden – sowohl bei positiven als auch bei negativen Elementen. Zu feine Linien oder Details können nach dem Druck unsichtbar oder unleserlich werden, insbesondere bei Veredelungen wie Heißfolie oder Prägung. 

Die Schriftgröße ist entscheidend 

Kleine Texte sehen auf dem Bildschirm oft gut aus, können auf dem fertigen Produkt jedoch schwer lesbar sein. Dies betrifft insbesondere pharmazeutische Packungsbeilagen und Verpackungen mit vielen Informationen. Die richtige Schriftgröße beeinflusst nicht nur die Ästhetik, sondern vor allem die Lesbarkeit und die Sicherheit des Anwenders. 

Sicherheitsabstände und Rilllinien 

Grafische Elemente und Texte, die zu nah an Stanzlinien (Schnitt-, Rilllinien usw.) oder Schneidemessern platziert sind, können während der Produktion beschädigt oder unleserlich werden. Die Einhaltung ausreichender Sicherheitsabstände hilft, solche Situationen zu vermeiden und gibt mehr Kontrolle über das Endergebnis. 

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Versteckte Ebenen und unnötige Elemente in Dateien 

Produktionsdateien sollten ausschließlich Elemente enthalten, die tatsächlich umgesetzt werden sollen. Versteckte Ebenen, nicht druckbare Objekte oder versehentlich hinterlassene Kommentare können zu Missverständnissen oder Produktionsfehlern führen. Je strukturierter die Datei, desto reibungsloser und sicherer verläuft die Produktion. 

Warum kann eine PDF-Datei unterschiedlich aussehen? 

Es ist wichtig zu bedenken, dass Webbrowser und verschiedene PDF-Programme Dateien unterschiedlich darstellen können. Was auf dem Bildschirm sichtbar ist, entspricht nicht immer den tatsächlichen Produktionsdaten. Deshalb ist eine professionelle Prüfung der Dateien vor dem Druck so wichtig. 

Zu diesem Zweck stellen wir unseren Kunden das Kundenportal mit dem integrierten Proofscope-Modul zur Verfügung – eine Plattform, die die Zusammenarbeit bei Projekten erleichtert und das Fehlerrisiko minimiert. Sie ermöglicht das komfortable Hochladen von Dateien, die Überprüfung ihrer Inhalte sowie die Kontrolle von Mock-ups ohne zusätzliche Software. 

Die wichtigste Regel? Überprüfen Sie die zur Freigabe gesendeten Mock-ups immer sorgfältig im Proofscope-Modul. Dies ist der wichtigste Schritt bei der Kontrolle grafischer Materialien vor Produktionsbeginn. 

Wir drucken genau das, was Sie in unserem Kundenportal sehen.